Abbruch historischer Bauten auf dem Thomi Franck-Areal

Obwohl das Geschehen auf dem Thomi und Franck-Areal für die Entwicklung des unteren Kleinbasels zentral ist, möchten Eigentümerschaft (Nestlé SA) und Kanton offenbar eine öffentliche Debatte zur Neunutzung und zur künftigen Bebauung vermeiden. So soll gemäss der aktuellen Baupublikation das historische Zentrum des Geländes ohne Vorliegen eines neuen Projekts abgerissen werden, um das Gelände parzellieren und die Westhälfte verkaufen zu können. Die mit einem solchen Vorgehen zu schaffenden Fakten würden nicht nur den alten Kern des Industriegebiets im unteren Kleinbasel zum Verschwinden bringen (die ältesten vom Abriss bedohten Gebäude stammen aus dem Jahr 1874!), sondern der Bauherrschaft auch eine komplette Neubebauung der ganzen Westhälfte des Areals durch eine grossvolumige und dichte Bebauung ermöglichen. Künftige Einflussnahmen auf die Arealentwicklung blieben damit sehr begrenzt.


Um die undurchsichtigen Vorgänge zu stoppen und eine öffentliche Debatte über die Frage der Bedeutung von Nutzung und Bebauung für die Stadt erst zu ermöglichen, stellt der NQV Unteres Kleinbasel eine Mustereinsprache bereit. Damit werden Betroffene bis am 18. Juni 2021 beim Baudepartement gegen das umfangreiche Abrissvorhaben einsprechen können. Wer uns bei der Formulierung dieser Einsprache unterstützen kann, soll sich bitte unter samuel.mueller@unteres-kleinbasel.ch melden. Zudem hat der Vorstand des NQV an die Delegiertenversammlung des Stadtteilsekratariats Kleinbasel einen Antrag auf eine öffentliche Informationsveranstaltung zum Thomi und Franck-Areal gestellt. Eine solche Veranstaltung wird aber auf jeden Fall erst nach dem Ende der Einsprachefrist stattfinden und Einsprachen nicht ersetzen können. 

Anleitung_Einsprache.docx 111 KB
Modelleinsprache Tomi und Franck_Areal.docx 9'922 KB